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Das Österreichische Sprachenkomitee und die Gemeinschaft des Minderheitenschulwesens treffen sich virtuell

Die Partner des Österreichischen Sprachenkomitees (ÖSKO) und die Gemeinschaft des Minderheitenschulwesens trafen sich im Herbst erneut im virtuellen Raum. Obgleich physische Treffen nicht ersetzbar sind, freuten wir uns auf den Austausch mit unseren geschätzten Kolleg/innen.

FORUM Minderheitenschulwesen 2020

Als hätten wir es geahnt, haben wir mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Distance Learning und Minderheitensprachen – Erfahrungen und Zukunftsbilder“ voll ins Schwarze bzw. ins Virtuelle getroffen. 40 Vertreter/innen aus dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, aus den Bildungsdirektionen, dem Bundeskanzleramt, Ämtern der Landesregierungen, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, aus Schulen, Zentren und Vereinen nahmen am FORUM teil. Nach den Grußworten von Sektionschef Klemens Riegler-Picker und den Bildungsdirektoren Robert Klinglmair (Kärnten) und Heinz Zitz (Burgenland) lernten wir aktuelle Initiativen im Minderheitenschulwesen kennen. 

In der Keynote „Digitales Lernen and the brain“ von Birgit Peterson (Universität Wien) wurden aktuelle Fragen wie „Was macht digitales Lernen mit uns bzw. unserem Gehirn?“, „Ist digitales Lernen anders/besser/schlechter als analoges Lernen?“, „Wie kann ich Lernsettings im digitalen Bereich methodisch-didaktisch so gestalten, dass sie die Lerner/innen stimulieren und zu möglichst guten Lernerfolgen führen?“ beleuchtet. Danach haben wir anhand von selbstgedrehten Video-Clips erfahren, wie es Schüler/innen in Kärnten und im Burgenland im Homeschooling ergangen ist. Engagierte Lehrkräfte zeigten uns auf anschauliche Weise, was sie für ihre Schüler/innen im Frühjahr schnell, spontan und niederschwellig auf die Beine gestellt haben. Überall wurde Beeindruckendes geleistet. Dennoch wurde auch nicht verschwiegen, dass Distance Learning auch oder gerade im Minderheitenschulwesen Nachteile mit sich bringt, die selbst mit der besten Technik und mit kreativsten Ideen nur zum Teil kompensiert werden können. 

ÖSKO-Vollversammlung 

In der zweiten ÖSKO-Versammlung widmeten wir uns erneut dem Schwerpunktthema „Lesen“. Rund 40 ÖSKO-Partner/innen sind unserer Einladung gefolgt und wussten es sehr zu schätzen, dass auch der ÖSKO-Vorsitzende, Sektionschef Klemens Riegler-Picker, in dieser termindichten und herausfordernden Zeit dabei sein konnte. 

In einer informativen Keynote gaben uns Antonia Bachinger und Marcel Illetschko vom Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS) ein Update zum Thema Lesestudien. In einen Rück- und Ausblick gewannen wir spannende, medial weniger verbreitete Erkenntnisse aus nationalen und internationalen Studien und Vorhaben wie PIAAC, PIRLS, PISA und die iKMPLUS. Zwischendurch konnten sich die ÖSKO-Partner immer wieder in Break-out-Gruppen austauschen. Am Ende ging unsere Reise zu sogenannten „Themeninseln“: Jede Insel wurde von einer/m Moderator/in geleitet und nahm einen speziellen Teilbereich des Leseschwerpunkts in den Blick. Wir widmeten uns „Eltern/Familiy Literacy/Leseinitiativen im öffentlichen Raum“, „Lesen digital“, „Lesediagnostik und -förderung“, „Lesen in allen Fächern“ und „„iKMPLUS“. Einmal mehr haben wir bemerkt, wie schnell die Zeit verrinnt, wenn man mit Fachkolleg/innen angeregt diskutiert. Insofern bleibt die Hoffnung auf ein physisches Wiedersehen im Jahr 2021.

Wir danken allen an der Planung und Durchführung beteiligten Kolleg/innen für ihr Engagement und allen ÖSKO-Partnern und Vertreter/innen aus dem Minderheitenschulwesen für die konstruktive und lebhafte Mitwirkung an den Online-Treffen!